Overhead-Monitore, der erste Testlauf

Overhead-Monitore, der erste Testlauf

Das schöne an Palettenmöbeln, ich schriebs schon gelegentlich, sind die Anbaumöglichkeiten. 15″-Monitore sind ein wenig aus der Mode, und es standen zwei rum. Was tun? Ein Overhead-Monitor-Wandregal, auf dem man nen Raspberry Pi und den kleinen Torserver ranhängen kann, alternativ als Umstecklösung für gelegentlich rumstehende Schleppis (Work in Progress, ich warte noch auf die HDMI-Adapter).

Eine Palette und ein wenig Bruchholz waren vonnöten, den Hauptmonitoraufbau des Palettenschreibtischs hatte ich im gleichen Zug auch überarbeitet, das waren einfach Bretter von einer fetten alten Holz-Kellertür, die rumlagen. Weiter ein bisschen gelaserte Anschlussschilder und eine Latte USB- und Ethernet-Einbaubuchsen, 230V-LEDs, USB-Verlängerungen und der übliche Schalter/Kabelkram.

Wir fangen an mit einem Paletten-Fußelement. ich hatte leider nur mit Presspanklotz, die hier ist auch um ca. 20 Zentimeter eingekürzt, sonst hätts platztechnisch nicht hingehauen. Ein „Fach“ wird Regal, das andere kriegt eine Verblendung für Anschlüsse und Schalter.

Monitor-Panel, Basis

Monitor-Panel, Basis

Seitenhalterungen für die Monitore

Seitenhalterungen für die Monitore

Seitenwände, montiert

Seitenwände, montiert

Das Verblendungsbrett ist von hinten verschraubt: lange Holzschraube senkrecht durch das obere Brett runter und in die Frontblende. Von vorn gibts keine guten Fixierpunkte.

Die Seitenwände hatte ich natürlich zu kurz gemessen, es ist furchtbar und ich weiss bis jetzt nicht, wie mir das passiert ist, aber wahrscheinlich sowas blödes wie senkrechte Höhe statt schräger gemessen. Dämlich, aber verkraftbar. Seitenwände: klar, halten die Monitore seitlich grade. Das „Frontbrett“: dagegen lehnen die Monitore.

Direkt ein wenig abgerundet hingeschliffen. Mit Metallwinkeln angeschraubt, testweise erst einen, dann beide Monitore mal reingesetzt.

Monitor eins eingesetzt, passt

Monitor eins eingesetzt, passt

Beide Monitore: passt auch, wackelt nicht

Beide Monitore: passt auch, wackelt nicht

Soweit, sogut. Eine untere Halteschiene gibts auch noch, da jeweils passend ausgesägt, damit man an die monitorspezifischen Bedienelemente rankommt.

Monitor-Seitenverblendung, zu kurz

Monitor-Seitenverblendung, zu kurz

Monitore, untere Verblendung

Monitore, untere Verblendung

Von hinten hatte ich einfach irgendwelche alten Metallwinkel genommen, um die Monitore eingesetzt sauber zu fixieren. Das bleibt alles „lose“, man kann die Monitore einfach nach oben rausziehen und wieder reinstellen. Die folgend angebrachten „Seiten-Rückwände“ sind auch mit Metallbeschlägen fixiert: an denen hängt später die gesamte Konstruktion, sprich, das muss solide sein.

Seiten-Rückwand zusägen und montieren

Seiten-Rückwand zusägen und montieren

Seitenrückwand- und Monitorfixierung

Seitenrückwand- und Monitorfixierung

Ich nehms vorweg: mehrfach an- und abgeschraubt von der Wand, hält. Wie gesagt: da hängt alles dran, also hier nicht pfuschen und dran denken, wie ggf. Hebelkräfte wirken. Sauber und mit langen Schrauben in die Palettenklötze, sauber und zentriert in die Monitor-Seitenwände, und von den kurzen Schrauben in die Seitenrückwände lieber ein paar mehr.

Die Abdeckung bleibt lose draufgelegt. Hier sind die seitlichen Palettenklötze einerseits Deko, andererseits einfach passend zum Draufschieben und hinterher nicht mehr verrutschen.

Deckel mit Seitenklötzen

Deckel mit Seitenklötzen

Abdeckung, lose und nur gegen Verrutschen gesichert

Abdeckung, lose und nur gegen Verrutschen gesichert

Spätestens jetzt muss man sich Gedanken machen, wo die Kabel laufen (und es laufen einige). Ich hab den mittleren Klotz von hinten weitgehend ausgesägt und Kabeldurchlässe gebohrt, damit quasi alles unter dem Mittelklotz rauskann. Dran denken: da durch müssen Stromkabel, Ethernet, zwei mal VGA (oder Monitoranschluss der Wahl) und optional weitere Stromversorgung, die über das obere Panel geschaltet wird (in meinem Fall der Raspberry Pi). Jetzt schleifen wir wieder alles nochmal feinst nach. Wenn alles gesägt/gebohrt und geschliffen ist, wischen wir Staub und lassen das Holz mit Olivenöl ein. Dann kann man zur ersten Testmontage übergehen.

Verdübelt, hängt.

Verdübelt, hängt.

Monitor-Testmontage: es hält.

Monitor-Testmontage: es hält.

Exkurs: Schreibtischumbau. Zwei Faktoren schlugen hier zu.
Einmal: wenn man mal mit Feinschliff und Olivenöl angefangen hat, kann man nicht aufhören. Zumindest die Monitorrahmen wollte ich auch so haben.
Zum Zweiten: das Steckpanel neben den Monitoren war zu schmal. Ich wollte auf jeden Fall USB-Anschlüsse für den Rasbpi und den kleinen Torserver dahin legen, damit ich bei Bedarf einfach Tastatur/Maus an jeden beliebigen verbauten Rechner anschließen kann. Also einfach die ohnehin eher behelfsmäßige Konstruktion durch was besseres und schmaler ausfallendes ersetzen.
Statt zweier wackliger Einzelrahmen also ein durchgehendes Abdeckbrett mit nur einer Mittelstütze und einem breiteren Steckfeld.

Hier auch kurz der Nachweis, dass Olivenöl wirklich nur auf fein geschliffenem Holz funktioniert:

Hauptmonitorabdeckung, 600er-Schliff, Olivenöl

Hauptmonitorabdeckung, 600er-Schliff, Olivenöl

Hauptmonitorabdeckung Unterseite, 120er-Schliff, Olivenöl

Hauptmonitorabdeckung Unterseite, 120er-Schliff, Olivenöl

Wir lernen: Grob geschliffen und Olivenöl sieht scheisse aus. Nun aber weiter zur Verkabelung. Ich warnte ja vor. So sieht das dann in Echt aus, erst in Verkabelung, dann im ersten Testbetrieb.

Verkabelung Monitorpanel

Verkabelung Monitorpanel

Overhead-Monitore, der erste Testlauf

Overhead-Monitore, der erste Testlauf

Nun noch das Sidepanel. Hier haben wir nun zweimal Ethernet und sechsmal USB (ich hatte für den Hauptrechner dann auch gleich noch zwei Anschlüsse direkt an den Rechner gelegt, ist besser wie die beiden „indirekten“ USB-Ports in der Tastatur). Mit dem Fostnerbohrer von der Rückseite her eingebohrt, damit die Einbaubuchsen verschraubt werden können.

Seitenpanel, Rückseite

Seitenpanel, Rückseite

Seitenpanel, neu und eingebaut

Seitenpanel, neu und eingebaut

Details. Lasertime! Anschlüsse brauchen Beschriftungen, und ich hatte ja noch die Inkscape-SVGs der letzten Lasertime hier rumliegen. Also ein paar Buttons neu beschriftet und nebenan auslasern lassen. Sidepanel und Schaltfeld unter dem Monitor, mit etikettierten Schaltern/Buchsen:

Lasertime! Schaltfeld unter den Monitoren

Lasertime! Schaltfeld unter den Monitoren

Lasertime! Steckfeld neu

Lasertime! Steckfeld neu

Und nun? Detail-Nachträge wären die beiden Kabeldurchlässe, die ich aus gegebenem Anlass noch während des Umbaus in die Tischplatte gebohrt habe, in den einen passt sogar das alte Grundig-Mikro von Papas Bandgerät, das ich irgendwann mal an den Rechner anschloss. Der Monitor 2 ist an sich funktionsfähig und das Kabel liegt, aber wie eingangs bemerkt: ich warte grade auf die Chinaplastelieferung, in irgend einem Container schippern grade ein paar VGA/HDMI-Adapter, die dann noch in den Tisch eingebaut werden. An die werden dann wahlweise Rasbpi und Torserver eingesteckt, und wenn ich nen externen Monitor an einen Schleppi will, kann ich einfach aus/einstecken, was man braucht.

Nutzwert? Himmel, es sieht fickend geil aus 🙂 Aber im Ernst: ein wenig Updaterei und Kommandozeilengedöns auf dem Pi machen, wenn man eh grade den Desktop voller Fenster hat, ist ganz praktisch. Nur nen Pi und den 15″ anmachen, wenn man an sich nur ein wenig Mucke hören will, scheint mir sogar durchaus sinnvoll. Das neue USB-Steckfeld, wo für alle Kisten hier einfach mal ein Anschluss liegt: extremst praktisch. Und wie gesagt, die kommende externe Zusatz-Monitorlösung für rumstehende Laptops, da freu ich mich drauf.

Palettenschreibtisch mit Overhead-Monitoren, von rechts

Palettenschreibtisch mit Overhead-Monitoren, von rechts

Palettenschreibtisch mit Overhead-Monitoren, von links

Palettenschreibtisch mit Overhead-Monitoren, von links

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