Warum ich Presspanklötze hasse

Warum ich Presspanklötze hasse

Folgendes ist eher eine Sammlung von Erfahrungen und Beobachtungen, aber es sind inzwischen einige, und die Fragen kommen immer wieder: Wie kriegt man Palettenmöbel wetterfest?. Die bisherigen Paletten lasieren, lackieren, behandeln-Geschichten waren ja in erster Linie auf Indoor und die „Wie sieht das Holz dann aus“ gemünzt. Grob die Übersicht:

1. Nichtstun, das unbehandelte Holz hält lang
2. Öl- oder Wachsbehandlungen
3. wetterfester Lack/Lasur
4. Sonstiges

Unbehandeltes Palettenholz

ist erstaunlich robust. Nicht, weil es mit irgendwas imprägniert wäre, unbehandeltes Holz hält durchaus lang das Wetter aus. Grundvoraussetzung ist aber, dass es nicht dauerhaft feucht ist.

Ausgegrautes, unbehandeltes Holz vs. neu und frisch gewachst

Ausgegrautes, unbehandeltes Holz vs. neu und frisch gewachst

Es vergraut allenfalls, im Fall von Paletten wird man nicht mal das typische Verziehen in größerem Ausmaß haben, was beim Wechsel feucht/trocken mit unbehandeltem Holz halt passiert. Drei Probleme:

1) es sieht nicht unbedingt toll aus, Geschmack hin oder her, und
2), die Teile schweben ja nicht in der Luft und von unten her fängts fast immer an, morsch zu werden.
3) ist etwas unabhängig davon: man kann leicht Flecken ins Holz machen. Schmutz zieht ein, den drübergekippten Weinfleck kriegt man nicht raus.

Schnellkompostierung: viel Bodenkontakt, Feuchtigkeit, wenig Sonne

Schnellkompostierung: viel Bodenkontakt, Feuchtigkeit, wenig Sonne

Vollholzklötze halten sich besser

Vollholzklötze halten sich besser

Erste „Palettenbesonderheit“: das Morschwerden gilt vor allem für die Presspanklötze. Auf Utopiastadt haben wir jetzt um die drei Jahre Paletten im Außenbereich, die praktisch alles abkriegen und schon zum Start nicht neu waren. Teils (mit Außen-Wandfarbe) bemalt, teils nicht. Die Farbe spielte praktisch keine Rolle, aber die Presspanklötze saugen sich stärker mit Wasser voll und trocknen langsamer. Vollholz/Presspan-Haltbarkeitsunterschiede sind immens, und ich hab jetzt genügend teilvergammelte Bretter/Klötze ausgetauscht dort, um mit einiger Sicherheit sagen zu können, das Holz drumrum vergammelt auch deutlich schneller. Das Extrem natürlich die klassische Bruchpalette im Wald: liegt auf feuchtem Boden, kriegt wenig/keine Sonne, das ist dann vergleichsweise schnell kompostiert.

Kurzfazit: was in der Sonne steht, wird nass, trocken, gut. Was auf dem Boden steht/nicht schnell durchtrocknen kann, gammelt. Letzteres gilt insbesondere für Presspanklötze.

Um dem „Sonstigen“ mal kurz vorzugreifen: Utopia-Paletten, vor/nach drei Jahren.

Utopiastadt-Paletten, vor knapp drei jahren

Utopiastadt-Paletten, vor knapp drei jahren

Dieselbe Palettenecke, heute

Dieselbe Palettenecke, heute

Angemerkt: die werden auch öfter bewegt, was die Farbe natürlich abwetzt. Weiter: öffentlicher Raum, robuste Behandlung durch die Nutzer. Recht offensichtlich: Oberseiten halten sich besser wie Unterseiten, was auf dem feuchten Boden steht, wird irgendwann Kompost. Vollholz ist immer besser als Presspan.

Leinöl und Wachs

Da startete ich eine Art Feldversuch, die beiden letzten Palettenbänke für gegenüber waren weitgehend gleich, und nun einmal Leinöl, einmal Wachs. Beides ist nicht wirklich wetterfest – das Holz wird feucht, drübergekippter Wein macht Flecken. Zwei interessante Ergebnisse:

1. Leinöl ist wetterfester als Wachs, das Holz verändert sich anders.
Wachs wäscht sich meinem Empfinden nach schneller raus. Nicht vollständig, aber doch. Das Leinöl verbindet sich stärker mit dem Holz und es muss schon massiv Wasser drauf, dass das Holz wieder „unbehandelt“ wirkt.
Leinöl wie auch Wachs sollte dem schnellen Verdrecken und Vergammeln durchaus entgegenwirken, Leinöl tuts besser. Beides scheint mir auch ein „sollte man immer mal wieder nachbehandeln“-Ding zu sein, und das Wachs wahrscheinlich eher jedes Frühjahr und das Leinöl eher irgendwann mal wieder.

Leinöl vs. Wachs, neu

Leinöl vs. Wachs, neu

Leinöl vs. Wachs, knapp zwei Monate

Leinöl vs. Wachs, knapp zwei Monate

2. Wachs reagiert stärker mit Metall (Nägeln etc.) im Holz
Das war wirklich interessant, und ein befreundeter Schreiner bestätigte es mir: Unter Einfluss von Feuchtigkeit reagieren sowohl Wachs als auch Leinöl mit Metallen im Holz. Genauer: mit den Stahl/Eisennägeln. Typische Messingschrauben machen keine Flecken. Ich schließe aus dem „Abwärtstrend“ der Flecken im Wachs, dass da halt auch Flüssigkeit stärker durchsickert/Schmutz weiterträgt als im Leinöl.

Reaktion von Nägeln bzw. Metall mit Feuchtigkeit und Wachs

Reaktion von Nägeln bzw. Metall mit Feuchtigkeit und Wachs

Schwächere Reaktion: Nägel bzw. Metall und Leinöl

Schwächere Reaktion: Nägel bzw. Metall und Leinöl

Wachs scheint mir weiter das „Ausgrauen“ bzw. Ausbleichen zu beschleunigen – man siehts an den Nagel-Detailbildern. So schnell sah ich noch kein Holz im Freien „hell werden“. Vorbehalt: vielleicht auch eine Sache der verwendeten Holzsorte, die bei Paletten ja gelegentlich recht gemischt ist. Leinöl legt eher das klassische Nachdunkeln auch im Freien an den Tag. Ich glaub, die beiden Bänke werd ich in Zukunft noch ein paar mal fotografieren, Updates dann hier 🙂
An der Stelle wieder: Geschmackssache, was gefällt. Ich mag eigentlich das „ausgeblichenere“ vom Wachs gern, ich mag auch die Spuren der Nägel. Auge, Betrachter und so.

Was generelles zum „Auswaschen“ bei Regen und Feuchtigkeit: Die Trassenküche steht jetzt wirklich schon länger (und vor allem über die heftigen Regengüsse dieses Frühjahr/den Frühsommer draussen. Das Leinöl „hält sich“, nur an einer Stelle nicht:

Palettenspüle, nach den 2016er-Regengüssen

Palettenspüle, nach den 2016er-Regengüssen

Wirklich ausgewaschen ist nur das Leinöl direkt unter dem Abfluss

Wirklich ausgewaschen ist nur das Leinöl direkt unter dem Abfluss

Palettenbank, Leinöl-Nachlasur nach einem Jahr Outdoor

Palettenbank, Leinöl-Nachlasur nach einem Jahr Outdoor

Die Regensaison scheint mir hier gut überstanden: ausgewaschen wurde nur unter dem Abfluss, wo eben das komplette Wasser, das auf die Spüle/die Metallablage lief, direkt auf einem Punkt runterkam. Ich denke, man kriegt nen Eindruck, wie sich die Behandlung hält.

Nachtrag ein Jahr später: Eine komplette Wintersaison im Freien verbrachten nun einmal der kleine Beistelltisch und eine der Palettenbänke.

Beide waren mit Wachs behandelt, und man sieht, was ich mit dem „ausgrauen“ beim Wachs meine. Ich wage zu behaupten, dass das nach einem Jahr eben durch ist und nachbehandelt werrden muss (wenn man nicht „unbehandelt) lassen will. Bilder vom Leinöl-Nachlasieren mit Vorher-Nachher-Effekt, gefühlt macht das Leinöl „ausgegrautes“ Holz nochmal ein Stück dunkler als es bei frischem Holz der Fall ist:

Palettenbank, frisch leinöl-lasiert nach einem jahr draußen

Palettenbank, frisch leinöl-lasiert nach einem jahr draußen

Palettentisch, Nachlasieren nach einem Jahr im Freien

Palettentisch, Nachlasieren nach einem Jahr im Freien

Die Frage kam auf, ob man das mit wetterfestem Lack/Lasur überstreichen könne, um den Effekt von Öl bzw. Wachs und eben nicht die beobachteten Alterungsspuren zu kriegen. Ich neige zu einem vorsichtigen „sollte gehen“ und übernehme keine Haftung :). Wenn ich es machen sollte, dann würd ich Wachs bzw. Öl mindestens ne Woche einziehen/trocknen lassen, bevor ich was drüberstreiche.

Wasser/Wetterfeste Lasur/Lack

Tja, die ist wetterfest, nehmt die 🙂

Wasserfest lackierer Küchenschrank. Es wurde viel Kaffee drübergekippt.

Wasserfest lackierer Küchenschrank. Es wurde viel Kaffee drübergekippt.

Im Ernst: klar, da gibts auch noch Kleinkram zu beachten. Generell gibts die grob in den Varianten Wasserfest für drin, wetterfest für draußen. Letzteres sollte robuster sein, ersteres findet man leichter mit den entsprechenden Freigaben speichelecht, lösemittelfrei etc. was einem lieb sein sollte, wenn die Kinder noch die Tischbeine annagen. Wasserfest für innen kann anschließend problemlos mit Kaffee übergossen und feucht abgewischt werden und sieht dann aus wie vorher. Für diesen Anwendungsfall ist mal wieder das ordentliche Schleifen auch wichtig: je rauher die Oberfläche, desto blöder zum Wischen, kriegt man was aus irgendwelchen Kratzern und Poren nicht raus, streicht/lackiert es sich schlechter/unsauberer.

Wetterfest für draußen ist man an sich auf der sicheren Seite. Nichts ist für die Ewigkeit, aber da muss man sich dann wirklich erst mal keine Gedanken mehr machen. Was hier aber wichtig wird: man machts ordentlich oder besser nicht. Konkret: das Stück sollte dann auch wirklich rundum und sauber lackiert sein, denn wenn in eine ansonsten „lackversiegelte“ Struktur dann irgendwo die Feuchtigkeit (und Schmutz) reinsickert und nicht mehr rauskann, wirds scheisse, denn dann wirds innen feucht und kann eben nicht mehr richtig durchtrocknen.

Tischplatte für draußen, zu dünn lasiert, neu

Tischplatte für draußen, zu dünn lasiert, neu

Tischplatte für draußen, zu dünn lasiert, einen Monat später

Tischplatte für draußen, zu dünn lasiert, einen Monat später

Etwas schlechtes Beispiel, aber man sieht, worauf ich rauswill: die (zugegeben: dünn und an sich nur „wasserfest“ lasierte) Tischplatte vom Stecktisch. An sich wollte ich das gar nicht „echt wetterfest“ haben, nur eben aufgehellt, und von der Farbe hatte ich noch über. Dünn lasiert, war der Effekt, dass die Feuchtigkeit noch reinkommt, aber schlecht raus. Die Idee war schlecht.
Konkret: wenn zu, dann richtig zu. Das ist – wegen der ganzen Spalten, Ritzen, Nagellöcher manchmal nicht ganz trivial.

Sonstiges

Acrylfarbe. Bisher der Allwinner in Sachen Haltbarkeit. Das lackiert halt aber auch deckend drüber, man sieht kein Holz mehr und preislich wirds höhere Liga sein. Die ist jetzt ca. zwei Jahre draussen und hält sich praktisch unverändert.

Utopiastadt-Palettenbank, Acryl, neu

Utopiastadt-Palettenbank, Acryl, neu

Utopiastadt-Palettenbank, Acryl, zwei Jahre später

Utopiastadt-Palettenbank, Acryl, zwei Jahre später

Außen-Wandfarbe. Wird robuster sein als Innenfarbe, aber macht halt alles zu in Sachen Holz, Maserung etc., und ich gehe davon aus, dass sie mechanische Belastung nicht gut abkann. Auf Außenwänden sitzt keiner, steht niemand usw., Wenns nicht so drauf ankommt und man einen halben Eimer rumstehen hat, wirds zur Haltbarkeit beitragen, aber nach ein paar Jahren wird man ersetzen müssen oder hat größere Schleifaction. Ich glaube, die Utopiastadt-Palettenliegewiesen geben da einen Eindruck – das ist für den robusten Einsatzzweck ganz in Ordnung und ich glaube, es spart ein paar Ersetzungsmaßnahmen von weggegammelten Brettern/Klötzen im Jahr, aber für die Gartensitzgruppe ist das nichts.

Schlussbemerkung: Nicht meine Kernkompetenz, weil ich überwiegend Innenkram gebaut habe bisher und, man liests ja, keine eigenen Langzeiterfahrungen habe. Insofern, selbige les ich immer gerne, und ich denk, hier wird im Lauf der Zeit auch noch das eine oder andere nachgetragen.

12 Kommentare bisher.

  1. […] guter Artikel drüben bei Palettenbett und Palettenmöbel zum Thema: Wie mache ich meine Paletten eigentlich wetterfest? Am besten natürlich mit […]

  2. Dominik sagt:

    Hallo,
    erst einmal Dankeschön für diese echt interessante und hilfreiche Seite.
    Ich würde gerne europaletten für unseren Balkon behandeln und habe mich für Leinöl entschieden, da mir der Effekt am besten gefällt. Ich habe nur Amazon nun Leinöl und Leinölfirnis gefunden. Was sollte ich verwenden und muss ich das mit Terpentin Ersatz verdünnen?
    Vielen Dank schon mal!

    • palettenbett sagt:

      Ich bin recht sicher, dass Leinöl/Leinölfirnis recht synonym verwendet wird. An sich ists egal. Und nein, verdünnen musst du da nichts. Btw., der Baumarkt führts in der regel auch, ich kenn jetzt die Versandkonditionen und Preise von Amazon nicht, aber für nen Zehner bist im Baumarkt normal dabei.

  3. […] an, alle Füße/Klötze abhebeln. Hier musterte ich auch alles aus Presspan aus, weils sich im feuchten Millieu schlicht sehr schlecht hält. Kann man machen, wenn man noch einen Stapel Vollholzklötze aus anderen Projekten über […]

  4. […] Darunter der Zustand heute. Bemerkenswert finde ich, dass die üblichen „Presspan gammelt weg, nur Vollholz hält auf Dauer“-Klotzprobleme vernachlässigbar scheinen. Bezüglich veralgen und Ausgrauen ist Wachs draußen aber schlicht und ergreifend ungeeignet. Mehr dazu auch im „Paletten wetterfest kriegen„-Bericht. […]

  5. Isabell sagt:

    Hallo,

    ich habe auch ein Palettensofa für unseren Balkon gebaut. Der Boden ist jedoch auch aus Holz. Hat jemand vielleicht einen Tipp was ich darunter legen/stellen könnte, damit es nicht zwischem dem Holz der Paletten und dem Holz des Bodens anfängt zu schimmeln/ dunkle Stellen zu geben etc.?

    Danke im Voraus!!

    • palettenbett sagt:

      Hoi,
      sorry für verzögerung – Urlaub und nicht zum freischalten gekommen….
      Wenns wirklich hinregnet/der Boden feucht wird, wäre mein Tipp, dass du nicht grade mit den üblichen Filzgleitern (nehm ich für drin), aber mit diesen Möbel…pins? Fußunterlagen? diesen dünnen Kunststoffkappen zum an Stuhlbeine nageln hinkommen müsstest. Es muss ja nicht sonstwieviel Platz zwischen Boden und Sofa sein, es reicht, wenn ein wenig Luft drankommt.
      Wirklich unpraktisch ists IMO vor allem dann, wenn die Standfläche weich ist, Erde etc. und wirklich auf Dauer feucht bleibt. Sobalds ein bisschen Durchzug hat und das Holz nass, aber auch wieder trocken werden kann, ist eigentlich alles weitgehend safe. Hardcore natürlich: die unterste Brettebene, die auf dem Boden aufliegt mit irgendeinem, wasserfesten Lack. Aber ich denke, genau das willst du vermeiden.

  6. Niclas sagt:

    Hallo,
    danke für die hilfreichen Tipps!
    Ich habe vor eine Palettenlounge für unseren Balkon zu bauen. Diese soll dort das ganze Jahr über stehenbleiben. Besonders wichtig ist mir, dass der Paletten-Look hervorsticht. Jetzt habe ich dazu mehrere Fragen:
    1.) a) Ich möchte einen wetterfesten, speichelechten und farblosen Lack benutzen. Kannst du mir einen Tipp geben, welchen ich kaufen soll? (z.B. bei Amazon oder genaue Produktbezeichnung) Bin mir unsicher, da die Maserung sichtbar sein soll, es aber gleichzeitig wetterfest sein soll.
    1.) b) Kann man aus kostengründen auch den ersten Lackiervorgang mit einer günstigeren farblosen Lackvariante durchführen? Wenn ja, was für ein Lack eignet sich dann als Ergänzung zu deinem Tipp?
    Anmerkung dazu: Die Lounge wird so aus 10-15 Paletten bestehen, da ist der Lack schon ein Kostenpunkt denk ich.
    2.) Die Lounge soll halbwegs genau auf den Balkon angepasst werden. Wie gehe ich am besten vor, wenn ich die Länge von einer Palette anpassen möchte?
    3.) Damit man auf der Lounge entspannt liegen UND sitzen kann, möchte ich zumindest auf einer Seite eine Lehne machen, die man verstellen kann (also schräg oder gerade). Wie mache ich das am besten, bzw. was benötige ich für Materialien?

    Vielen Dank schon einmal für deine Antwort 🙂

  7. palettenbett sagt:

    Hoi, Niclas,
    1a) meh. Ich muss zugeben, ich hatte meist halt die Hausmarke beim Baumarkt jeweils um die Ecke genommen. Amazon… ich hatte jetzt schon Klarlack von Aqua Clue, nicht wetterfest aus dem Baumarkt, für draußen wirst du mit dem Holzsiegel besser dran zu sein, der scheint mir nicht mehr wasserbasiert, aber einen Tod muss man sterben.
    Klarlack hast du immer die Maserung durchscheinen, diesbezüglich gibts nichts falschzumachen.
    1b) so aufwändig hatte ich bisher noch nichts gemacht. Beim HolzSiegel heißts, ersten Anstrich einfach 50/50 verdünnen, zweiten unverdünnt. Kann ich wirklich nichts kompetent aus eigener Erfahrung sagen.
    2) es kommt drauf an, in welche Richtung du die Paletten kürzen musst. Euro 120×80 – wenn du die 120 einkürzen musst, ists etwas umständlich, weil du an sich die „Füße“ an einem Ende abhebeln musst, das Querbrett und die Klötze versetzen, Überstehendes absägen und dann die Füße wieder anschrauben. Die 80er-Seite schmaler kriegen ist leichter, da kann man im Endeffekt einfach einen kompletten Fuß abhebeln, dann absägen wie gewünscht und den Fuß an der neuen Kante wieder anschrauben.
    Alternativen/Workarounds sind schwer zu sagen, wenn ich die Maße nicht kenne.
    3) ist an sich das schwierigste. Ich hasse besegliche Teile an Palettenmöbeln 🙂 oder vielleicht weniger stark ausgedrückt und ehrlicher: ich trau mich nicht recht. Man hat immer recht kräftige hebel und auch einiges an Gewicht, und dann muss es a/solide sein und b) wenn man sich was einklemmt, dann klemmt man richtig und nicht nur ein bisschen.
    Ich hab schon Konstruktionen gemacht mit schraubstange durch die Klötze als Scharnier, andere schlicht mit Metallbeschlag/Winkeln, das einzige etwas „größere“ palettige war seinerzeit die Gartenliege, aber das war wirklich eher ein Experiment, um mal zu gucken, ob das überhaupt geht. Es ging, und man lag prima, und an sich wars OK, aber so wirklich stolz bin ich im nachhinein nicht drauf und vor allem wars nicht wirklich leicht zum Verstellen. Das war ja ohnehin eher etwas improvisiert (wenngleich durchaus praktikabel), aber du siehst ja schon – man müsste bei einer Lehne was haben, was solide einhakt/einrastet. Traue ich mir ehrlich gesagt nicht zu bzw. springt mich keine coole Lösung an. Bei meinem eigenen Sofa hatte ich einfach direkt mehrere Lehnenneigungen eben fix verbaut – aufrechter in die eine Richtung, schräger in die andere, und schon damals hatte ich überlegt, hm,. was verstellbar, aber wie gesagt, ich trau mich selber nicht und da tut man sich schwer, anderen zu raten.
    HTH,
    greetz
    Richie

  8. Lisa Tietgen sagt:

    Tolle Seite, bin beim Googlen drauf gestoßen weil ich ein riesen Problem habe.
    Ich habe schon 2jahre eine Sitzlounge und eine große Ecke mit Bepflanzten Paletten (Hochkant mit Brettern unter jede strebe geschraubt und mit Gärtnerfleece ausgekleidet)
    Alle Paletten sind geschliffen, abgeflammt und dann mit Wetterschutzgeel gestrichen und sehen noch Top aus.
    Jetzt war meine Vermieterin letzte Woche bei mir und meinte ich müsste alles runter nehmen weil die Nägel/Schrauben der Paletten Rosten würden und der ganze Balkon versaut werden würde.
    Ich habe viel Geld und Zeit in meine Möbel gesteckt und bin etwas verwundert über ihre wehemente Meinung. Ich kann keinen Rost erkennen (außer das das Holz an den Stellen etwas dunkler ist)

    • palettenbett sagt:

      Hoi,
      zum einen, sorry, bin grade auf Urlaub und nicht auf Zuruf am Kommentare freischalten 🙂
      zum anderen: kann ich auch nicht nachvollziehen. Vor allem angesichts Wetterschutzgel seh ich da nicht mehr viel Verdreckungschancen. Das Nachdunkeln an den Stellen kenn ich auch, je nach Behandlung fällts ja auch unterschiedlich aus. Ich geh ja auch mal davon aus, dass die Teile nicht permanent nass sind, auch wenn Pflanzen drin sind. Selbst dann müsste ja auch erst mal alles durch das Wetterschutzgel ziehen usw.
      Ich weiss nicht, wie einfach man da was abnimmt/wieder aufhängt. Vermieter ist immer so ne Sache, man hat ja INteresse an einem guten Verhältnis. Ggf. einfach anbieten, dass er sich das Dahinter im Frühjahr anschaut und zusagen, dass man die Seiten mit „Balkonkontakt“ sicherheitshalber alle paar Jahre nachstreicht?

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